Überörtliche Gemeinschaftspraxis

Dr. med. Peter Rauber / Dr. med. Hubert Kandels / Dr. med. univ. Michael Mörsdorf / Astrid Stein-Hellmann und Kollegen

KARDIOLOGIE

EKG / Langzeit-EKG 
Mit dem Elektrokardiogramm (EKG) werden die elektrischen Impulse des Herzens in 12 Ableitungen graphisch dargestellt. Diese „Herzstromkurve“ dient der Erfassung von Herzrhythmusstörungen und gibt Hinweise auf Durchblutungsstörungen des Herzens sowie auf strukturelle und entzündliche Herzerkrankungen. Das Langzeit-EKG erfolgt über 24 Stunden und dient dem Nachweis von selten oder anfallsweise auftretenden Herzrhythmusstörungen.

Belastungs-EKG / Streß-Echokardiographie
Mit dem Belastungs-EKG (Ergometrie) werden EKG, Herzfrequenz- und Blutdruckverhalten unter standardisierter Belastung registriert. Hierdurch können insbesondere Aussagen zu Durchblutungsstörungen des Herzens getroffen werden. Das Streß-Echokardiogramm erlaubt zusätzlich Analysen der Pumpfunktion und von Herzklappenfehlern. 

Echokardiographie / transösophageale Echokardiographie 
Mit der Ultraschall-Untersuchung des Herzens (Echokardiographie) können Herzgröße und Pumpfunktion dargestellt werden. Zusätzlich können mit Blutflussmessungen (Dopplerverfahren) Herzklappenfehler untersucht werden. Mit dem sogenannten Schluckecho (TEE; transösophageale Echokardiographie) können von der Speiseröhre aus Herzklappen und -wände sowie die Binnenräume des Herzens noch genauer untersucht werden. Hierdurch können insbesondere Blutgerinnsel, Herzwanddefekte und Klappenentzündungen erfasst werden. 

Kontrolle von Schrittmacher / Defibrillator / Ereignisrecorder 
Es stehen Programmiergeräte der Firmen Medtronic und Biotronik für die Abfrage und Einstellung von Schrittmachern und Defibrillatoren (jeweils 1-, 2- und 3-Kammer-Geräte) zur Verfügung. Bei Bedarf werden Modifikationen der Einstellung vorgenommen und weitere Untersuchungen veranlasst. Zudem können Ereignis-Recorder (Eventrecorder) dieser Firmen zur Abklärung unklarer Ohnmachtsanfälle und Detektion von Herzrhythmusstörungen abgefragt werden.  

Langzeit-Blutdruckmessung 
Mit der Langzeit-Blutdruckmessung kann zur Abklärung und Einstellung bei Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) das Blutdruck-Profil tags und nachts dokumentiert werden. Vorteil ist eine objektive Messung unabhängig von Umfeldbedingungen (Vermeidung des sogenannten Weißkittelhypertonus). 

Angiologie

Duplexsonographie der Arterien / ABI-Messung / Oszillographie
Der Gefäßultraschall (Farbkodierte Duplexsonographie) der Arterien stellt den Goldstandard der nicht-invasiven, strahlenfreien Diagnostik von Durchblutungsstörungen dar. Hierbei werden die Adern und der Blutfluss dargestellt, zudem können Verengungen (Stenosen) und Verschlüsse mit der Dopplermessung exakt vermessen werden. Untersucht werden bei uns die hirnversorgenden Halsschlagadern, die Bauchschlagader, Adern von Organen wie der Niere des Darmes sowie die Adern von Armen, Schultern, Becken und Beinen. Die ABI-Messung (Knöchel-Arm-Index) ist eine Screening-Method zur Erfassung der pAVK (Schaufensterkrankheit). Hierbei werden unter standardisierten Bedingungen die Blutdruckverhältnisse von Armen und Beinen erfasst und ins Verhältnis gesetzt. Mit der Oszillographie kann die Durchblutung der kleinen Gefäße von Fingern und Zehen untersucht werden.

Duplexsonographie der Venen / Venenverschlussplethysmographie
Die Venen des Körpers und der venöse Blutfluss können mit Gefäßultraschall dargestellt werden. Hierdurch und durch zusätzliche Kompression können Thrombosen und Entzündungen der Venen erfasst werden. Auch Krampfadern lassen sich so untersuchen, zusätzlich steht hierfür die Venenverschlussplethysmographie zur Verfügung, bei der Volumenänderungen der Gefäße erfasst werden.

diabetologie

Zertifiziertes Diabeteszentrum Diabetologikum DDG
In unserer von der Deutschen Diabetes Gesellschaft zertifizierten diabetischen Schwerpunktpraxis werden Einzel- und Gruppen-Schulungen sowie Ernährungsberatungen durchgeführt. Hierfür stehen in unserem Diabetes-Team Herr Dr. Kandels als Leiter und Diabetologe, 2 Diabetesberaterinnen und 2 Diabetesassistentinnen zur Verfügung. Von der Diabetes Qualitätsmanagement GmbH der Deutschen Diabetes Gesellschaft wurde die Einführung und Anwendung eines Diabetes-spezifischen Qualitätsmanagements nach dem Diabetes Qualitäts Modell in unserem Diabeteszentrum zertifiziert.
 
Unsere Einzelberatungen erfolgen bei Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, Prä-Diabetes und Schwangerschaftsdiabetes. Durchgeführt werden unter anderem die Einstellung und Überprüfung der Insulintherapie mittels der kontinuierlichen Glucosemessung (CGM) sowie Insulinpumpentherapien, zudem die Behandlung von Diabetes mellitus in der Schwangerschaft.

In unseren Gruppenkursen für Typ II-Diabetes (6-8 TeilnehmerInnen) erfolgen Schulungen zur medikamentösen Diabetestherapie und zur Insulintherapie (konventionell und intensiviert; jeweils auch in Kombination zur Bluthochdrucktherapie) sowie zur CGM-Handhabung. In unseren Gruppenkursen für Typ I-Diabetes (4-7 TeilnehmerInnen) erfolgen Schulungen zur intensivierten und funktionellen Insulintherapie einschließlich der Insulinpumpentherapie, zu Problemen mit Unterzucker, Krankheitsakzeptanz und -bewältigung sowie zur CGM-Handhabung. 

In unseren Gruppenkursen für Typ II-Diabetes (6-8 TeilnehmerInnen) erfolgen Schulungen zur medikamentösen Diabetestherapie und zur Insulintherapie (konventionell und intensiviert; jeweils auch in Kombination zur Bluthochdrucktherapie) sowie zur CGM-Handhabung. In unseren Gruppenkursen für Typ I-Diabetes (4-7 TeilnehmerInnen) erfolgen Schulungen zur intensivierten und funktionellen Insulintherapie einschließlich der Insulinpumpentherapie, zu Problemen mit Unterzucker, Krankheitsakzeptanz und -bewältigung sowie zur CGM-Handhabung.

labormedizin mit endokrinologie

Zertifiziertes eigenes Labor für Routine- und Spezialdiagnostik
Die Gemeinschaftspraxis betreibt ein eigenes Labor mit neuesten Analysegeräten. Hier werden alle Routineparameter von klinischer Chemie einschließlich der Risikofaktoren für Herz-/Kreislauferkrankungen, des Blutbildes und der Blutgerinnung gemessen. Zusätzlich wird eine vielzahl von Spezialuntersuchungen durchgeführt, wozu auch viele Hormone, Tumormarker und Parameter von Schilddrüsen-, Entzündungs- und Knochenstoffwechsel gehören.

gastroenterologie

Sonographie des Abdomens und der Inneren Organe
Es stehen neueste Ultraschallgeräte für die Ultraschall-Untersuchung des Bauchraumes und seiner Organe (z. B. Leber, Nieren, Nebennieren, Milz, Bauchspeicheldrüse, Harnleiter- und -blase, Bauchschlagader) sowie der Halsorgane (z. B. Schilddrüse) und Weichteile zur Verfügung.
 
Ösophago-Gastro-Duodenoskopie
Endoskopische Untersuchungen (Spiegelungen) von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm werden bei ausgewählten Patienten nach Aufklärung zur Vor- und Nachsorge bei Tumorerkrankungen, bei Verdacht auf entzündliche Erkrankungen (z. B. Magengeschwür, Schleimhautentzündungen) sowie Verdauungsproblemen und unklarer Blutarmut durchgeführt. 

Rekto- und Coloskopie
Endoskopische Untersuchungen (Spiegelungen) des Enddarmes und des Dickdarmes werden bei ausgewählten Patienten nach Aufklärung zur Vor- und Nachsorge bei Tumorerkrankungen, bei Verdacht auf entzündliche Erkrankungen (z. B. Colitis ulzerosa, M. Crohn, Geschwüren, Schleimhautentzündungen) sowie Verdauungsproblemen (unklarer Durchfall oder Verstopfung) und unklarer Blutarmut durchgeführt.  

pneumologie

Lungenfunktionsuntersuchung
Die exakte Vermessung aller Lungenfunktionsparameter wird in einer Kabine (Bodyplethysmographie) durchgeführt. Hierdurch können Erkrankungen wie z. B. Asthma bronchiale und COPD festgestellt und kontrolliert werden. Wenn erforderlich erfolgen hierbei auch Reversibilitätstestungen.

Blutgasanalyse
Mittels Analysegeräten kann der Sauerstoffgehalt im Blut gemessen werden. 

röntgendiagnostik

Röntgen-Thorax, Röntgen-Abdomen, Röntgen-Skelett, Röntgen-Schädel
Es stehen Röntgengeräte für Aufnahmen und Durchleuchtungen von Brustkorb, Lungen, Bauch sowie Skelett einschließlich des Schädels zur Verfügung.

 

Akkupunktur

palliativmedizin

Homöopathie

(von altgriechisch ὁμοῖος homóios ‚gleich, gleichartig, ähnlich‘ sowie πάθος páthos ‚Leid, Schmerz, Affekt, Gefühl‘; wörtlich also „ähnliches Leiden“.

Ihre namengebende und wichtigste Grundannahme ist das von Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip: "Ähnliches sollte durch Ähnliches geheilt werden" (similia similibus curentur, Hahnemann). Danach solle ein homöopathisches Arzneimittel so ausgewählt werden, dass es an Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen könne wie die, an denen der Kranke leidet, wobei auch der "gemütliche und geistige Charakter" des Patienten berücksichtigt werden solle. Hierzu wurden von Hahnemann und seinen Nachfolgern ausgedienter Tabellen (Repertorien) erstellt, mit deren Hilfe der Homöopath den Patienten und seine Krankheitserscheinungen einem so genannten Arzneimittelbild zuordnen soll. 

Zur Herstellung der homöopathischen Arzneimittel werden die Grundsubstanzen einer so genannten Potenzierung unterzogen, das heißt, sie werden wiederholt (meist im Verhältnis 1:10 oder 1:1000) mit Wasser oder Ethanol verschüttet oder mit Milchzucker verlieben. Die Ausgangsstoffe werden hierdurch so stark verdünnt, dass sie nicht mehr nachweisbar sind. Hannemann nahm an, dass durch das besondere Verfahren der Potenzierung oder „Dynamisierung" eine "im inneren Wesen der Arzneien Verborgene, geistartige Kraft" wirksam werden. 

Im Jahr 2012 wurden in Deutschland Homöopathika für 453 Millionen € umgesetzt das entspricht 
8 % aller rezeptfreien Arzneimittel. Davon wurden 24 % von einem Arzt oder Heilpraktiker verordnet 46 % wurden direkt vom Anwender in der Apotheke gekauft.